Bauschaden-Atlas Auerbach in der Oberpfalz

Welche Bauschäden auftreten, hängt in Auerbach in der Oberpfalz stark vom Stadtteil ab. Der Grund ist die Bauepoche. Ein Gründerzeit-Altbau versagt an anderen Stellen als eine Siedlung der 1970er Jahre oder ein Neubaugebiet der 1990er. Dieser Atlas fasst zusammen, welche Bausubstanz in welchem Stadtteil von Auerbach in der Oberpfalz dominiert und welche Schäden dort typischerweise auftreten.

Die Angaben dürfen mit Quellenangabe zitiert werden. Stand: Juli 2026.

Bauepochen und Schäden in Auerbach in der Oberpfalz im Überblick

StadtteilBauepocheBausubstanzHäufigster Schaden
AltstadtSpätmittelalter bis Barock, mit Überformungen des 18. und 19. JahrhundertsDer historische Kern liegt um den Marktplatz mit dem gotischen Rathaus. Die Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist trägt eine barocke Ausstattung, vom Befestigungsring blieb der Schwedenturm erhalten. Bestimmend sind verputzte Massivbauten aus Jurakalk-Bruchstein mit tiefen Gewölbekellern und dichter Blockrandbebauung, teils mit Fachwerk in den Obergeschossen.Aufsteigende Feuchte und Salzausblühungen im Innenputz der Erdgeschosse, weil in der Altstadt eine wirksame Horizontalsperre fehlt
MichelfeldKlosteranlage seit 1119, barocke Überformung, Dorf- und Wohnbebauung des 19. und 20. JahrhundertsGrößter Ortsteil, geprägt vom ehemaligen Benediktinerkloster von 1119 mit barocker Klosterkirche und den Fresken der Gebrüder Asam. Die Anlage wird heute als Pflegeheim genutzt. Um das Kloster liegen Hofstellen und Wohnhäuser aus verputztem Kalk-Bruchstein, dazu Wohnbebauung der Nachkriegsjahrzehnte.Aufsteigende Feuchte und Salzbelastung in den massiven Bruchsteinwänden der Klosteranlage mit Schäden an Putz, Stuck und Malerei
GunzendorfDörflicher Bestand des 18. und 19. Jahrhunderts, Wohnbau der NachkriegszeitEhemals selbständige Gemeinde, urkundlich 1145 erstmals erwähnt. Landwirtschaftlich geprägter Kern mit ehemaligen Hofstellen aus Jurakalk-Bruchstein, Scheunen und Stallgebäuden, teils mit Fachwerk in den Giebeln. Am Rand stehen Ein- und Zweifamilienhäuser jüngeren Datums.Schwellen- und Balkenfäule an den Fachwerkteilen der Scheunen und Wirtschaftsgebäude
NitzlbuchAlter Dorfkern, Wohn- und Siedlungsbau ab den 1960er JahrenEhemals selbständige Gemeinde, heute Ortsteil südöstlich der Kernstadt. Um den alten Kern mit verputzten Bruchsteinhäusern und ehemaligen Hofstellen sind Wohngebiete mit Ein- und Doppelhäusern der Nachkriegsjahrzehnte entstanden.Wärmebrücken an Betonstürzen, Rollladenkästen und Deckenrändern der Siedlungshäuser, in der Folge Schimmel an Fensterlaibungen und Raumecken
NasnitzLändliche Bausubstanz des 18. und 19. JahrhundertsKleiner, landwirtschaftlich geprägter Ortsteil, ehemals selbständige Gemeinde. Bestimmend sind Hofstellen mit Wohnstallhäusern aus Kalk-Bruchstein, dazu Scheunen und Stadel mit hölzernen Tragwerken. Nur wenige Bauten stammen aus jüngerer Zeit.Befall der ungeheizten Dachstühle von Scheunen und Ställen durch Hausbock und Nagekäfer
DegelsdorfDorfkern des 19. Jahrhunderts, Wohnhäuser der NachkriegszeitEhemals selbständige Gemeinde nördlich der Kernstadt auf der Albhochfläche. Gewachsener Dorfkern mit verputzten Bruchsteinbauten und ehemaligen Hofstellen, daran anschließend einzelne Wohnhäuser aus den Nachkriegsjahrzehnten. Die Lage ist exponiert und schlagregenbelastet.Schlagregendurchfeuchtung der Wetterseiten mit Putzrissen und Hohlstellen in der exponierten Höhenlage

Die Stadtteile im Einzelnen

Welche Bauschäden sind in Altstadt typisch?

In Altstadt dominiert Der historische Kern liegt um den Marktplatz mit dem gotischen Rathaus. Die Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist trägt eine barocke Ausstattung, vom Befestigungsring blieb der Schwedenturm erhalten. Bestimmend sind verputzte Massivbauten aus Jurakalk-Bruchstein mit tiefen Gewölbekellern und dichter Blockrandbebauung, teils mit Fachwerk in den Obergeschossen. aus der Zeit Spätmittelalter bis Barock, mit Überformungen des 18. und 19. Jahrhunderts. Der häufigste Schaden ist aufsteigende Feuchte und Salzausblühungen im Innenputz der Erdgeschosse, weil in der Altstadt eine wirksame Horizontalsperre fehlt. Diese vier Muster treten dort am häufigsten auf:

  • Aufsteigende Feuchte und Salzausblühungen im Innenputz der Erdgeschosse, weil in der Altstadt eine wirksame Horizontalsperre fehlt
  • Feuchte und Schimmel in den Gewölbekellern, weil Karstwasser aus dem Kalkuntergrund eindringt und die Querlüftung fehlt
  • Frostabplatzungen und ausgewaschene Fugen an Sockeln, Gewänden und Resten der Stadtbefestigung aus Jurakalk
  • Verdeckte Schäden am Fachwerk der Obergeschosse unter jüngeren Verkleidungen und Zementputzen, vor allem Schwellenfäule

Postleitzahl 91275.

Welche Bauschäden sind in Michelfeld typisch?

In Michelfeld dominiert Größter Ortsteil, geprägt vom ehemaligen Benediktinerkloster von 1119 mit barocker Klosterkirche und den Fresken der Gebrüder Asam. Die Anlage wird heute als Pflegeheim genutzt. Um das Kloster liegen Hofstellen und Wohnhäuser aus verputztem Kalk-Bruchstein, dazu Wohnbebauung der Nachkriegsjahrzehnte. aus der Zeit Klosteranlage seit 1119, barocke Überformung, Dorf- und Wohnbebauung des 19. und 20. Jahrhunderts. Der häufigste Schaden ist aufsteigende Feuchte und Salzbelastung in den massiven Bruchsteinwänden der Klosteranlage mit Schäden an Putz, Stuck und Malerei. Diese vier Muster treten dort am häufigsten auf:

  • Aufsteigende Feuchte und Salzbelastung in den massiven Bruchsteinwänden der Klosteranlage mit Schäden an Putz, Stuck und Malerei
  • Feuchteschäden und Tauwasser durch nachträgliche Umnutzung und Beheizung historischer Räume ohne angepasstes Lüftungskonzept
  • Fäulnis an Deckenbalkenköpfen und Dachtragwerken dort, wo Holz in feuchtem Außenmauerwerk auflagert
  • Undichte Dachdeckungen und schadhafte Anschlüsse an den weitläufigen Nebengebäuden und Wirtschaftsbauten

Postleitzahl 91275.

Welche Bauschäden sind in Gunzendorf typisch?

In Gunzendorf dominiert Ehemals selbständige Gemeinde, urkundlich 1145 erstmals erwähnt. Landwirtschaftlich geprägter Kern mit ehemaligen Hofstellen aus Jurakalk-Bruchstein, Scheunen und Stallgebäuden, teils mit Fachwerk in den Giebeln. Am Rand stehen Ein- und Zweifamilienhäuser jüngeren Datums. aus der Zeit Dörflicher Bestand des 18. und 19. Jahrhunderts, Wohnbau der Nachkriegszeit. Der häufigste Schaden ist schwellen- und Balkenfäule an den Fachwerkteilen der Scheunen und Wirtschaftsgebäude. Diese vier Muster treten dort am häufigsten auf:

  • Schwellen- und Balkenfäule an den Fachwerkteilen der Scheunen und Wirtschaftsgebäude
  • Durchfeuchtete Bruchsteinwände in ehemaligen Stallteilen, die zu Wohnraum umgebaut werden, mit Salzeintrag aus der früheren Nutzung
  • Wasser in Kellern und Nebengebäuden nach Starkregen, weil Oberflächenwasser auf dem verkarsteten Untergrund rasch zusammenläuft
  • Versprödete Bitumenanstriche als einzige Kellerabdichtung der Wohnhäuser aus den 1960er und 1970er Jahren

Postleitzahl 91275.

Welche Bauschäden sind in Nitzlbuch typisch?

In Nitzlbuch dominiert Ehemals selbständige Gemeinde, heute Ortsteil südöstlich der Kernstadt. Um den alten Kern mit verputzten Bruchsteinhäusern und ehemaligen Hofstellen sind Wohngebiete mit Ein- und Doppelhäusern der Nachkriegsjahrzehnte entstanden. aus der Zeit Alter Dorfkern, Wohn- und Siedlungsbau ab den 1960er Jahren. Der häufigste Schaden ist wärmebrücken an Betonstürzen, Rollladenkästen und Deckenrändern der Siedlungshäuser, in der Folge Schimmel an Fensterlaibungen und Raumecken. Diese vier Muster treten dort am häufigsten auf:

  • Wärmebrücken an Betonstürzen, Rollladenkästen und Deckenrändern der Siedlungshäuser, in der Folge Schimmel an Fensterlaibungen und Raumecken
  • Fehlende Horizontalsperre in den Bruchsteinsockeln des Ortskerns mit Salzschäden am Innenputz
  • Undichte, flach geneigte Garagen- und Anbaudächer mit gealterten Bitumenbahnen und stehendem Wasser
  • Setzungsrisse zwischen Altbau und Anbau, weil beide unterschiedlich tief und auf unterschiedlich tragfähigem Karstuntergrund gegründet sind

Postleitzahl 91275.

Welche Bauschäden sind in Nasnitz typisch?

In Nasnitz dominiert Kleiner, landwirtschaftlich geprägter Ortsteil, ehemals selbständige Gemeinde. Bestimmend sind Hofstellen mit Wohnstallhäusern aus Kalk-Bruchstein, dazu Scheunen und Stadel mit hölzernen Tragwerken. Nur wenige Bauten stammen aus jüngerer Zeit. aus der Zeit Ländliche Bausubstanz des 18. und 19. Jahrhunderts. Der häufigste Schaden ist befall der ungeheizten Dachstühle von Scheunen und Ställen durch Hausbock und Nagekäfer. Diese vier Muster treten dort am häufigsten auf:

  • Befall der ungeheizten Dachstühle von Scheunen und Ställen durch Hausbock und Nagekäfer
  • Fäulnis an Sparrenfüßen und Traufbereichen der kaum noch unterhaltenen Wirtschaftsgebäude
  • Aufsteigende Feuchte und Ausblühungen im Bruchsteinmauerwerk der Wohnstallhäuser ohne funktionierende Abdichtung
  • Feuchte- und Wärmeschutzmängel bei der Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude zu Wohnraum

Postleitzahl 91275.

Welche Bauschäden sind in Degelsdorf typisch?

In Degelsdorf dominiert Ehemals selbständige Gemeinde nördlich der Kernstadt auf der Albhochfläche. Gewachsener Dorfkern mit verputzten Bruchsteinbauten und ehemaligen Hofstellen, daran anschließend einzelne Wohnhäuser aus den Nachkriegsjahrzehnten. Die Lage ist exponiert und schlagregenbelastet. aus der Zeit Dorfkern des 19. Jahrhunderts, Wohnhäuser der Nachkriegszeit. Der häufigste Schaden ist schlagregendurchfeuchtung der Wetterseiten mit Putzrissen und Hohlstellen in der exponierten Höhenlage. Diese vier Muster treten dort am häufigsten auf:

  • Schlagregendurchfeuchtung der Wetterseiten mit Putzrissen und Hohlstellen in der exponierten Höhenlage
  • Frostabplatzungen an Sockeln und Einfriedungsmauern aus Jurakalk, verstärkt durch dichte Zementfugen
  • Wasser in Kellern nach Starkregen, weil das Oberflächenwasser auf der verkarsteten Hochfläche schnell abfließt und nicht versickert
  • Drückendes Schichtenwasser an bergseitigen Kellerwänden der Gebäude in Hanglage ohne Drainage

Postleitzahl 91275.

Was die Bausubstanz von Auerbach in der Oberpfalz prägt

  • Bergbaufolgen sind das bestimmende Thema: Von 1904 bis 1987 wurden im Stadtgebiet rund 21 Millionen Tonnen Eisenerz gefördert. Über und neben alten Grubenbauen sowie auf verfüllten Abbau- und Haldenflächen sind Setzungen und Rissbilder zu erwarten.
  • Die Lage am Nordrand der Fränkischen Alb bedeutet Jurakalk und Dolomit als Baugrund. Der verkarstete Untergrund mit Höhlen und Klüften führt Wasser in Spalten, Keller stehen deshalb oft feucht, und die Tragfähigkeit kann kleinräumig stark schwanken.
  • Jurakalk-Bruchstein ist der vorherrschende Baustoff für Sockel, Keller und Mauerwerk. Er reagiert empfindlich auf Salze, Frost und dichte Zementputze, die die Austrocknung verhindern.
  • Die Altstadt ist ein zusammenhängender historischer Kern mit hohem Denkmalanteil. Fassadendämmung ist dort meist ausgeschlossen, energetische Maßnahmen verlagern sich nach innen und bringen das bekannte Tauwasserrisiko mit sich.
  • In den Ortsteilen steht ein großer Bestand an ehemaligen Hofstellen, Scheunen und Stallgebäuden, der zunehmend zu Wohnraum umgenutzt wird. Feuchte- und Holzschutz sind dabei die kritischen Punkte.

Warum die Bauepoche über die Schäden entscheidet

Jede Bauepoche hat ihre Schwachstellen, und sie wiederholen sich. Fachwerk versagt an der Schwelle, Sandstein sandet ab, Gründerzeitbauten leiden an Holzbalkenköpfen und aufsteigender Feuchte, Nachkriegsbauten an Wärmebrücken und Flachdächern, Neubauten an Restfeuchte und zu dichter Gebäudehülle. Wer weiß, in welcher Epoche ein Haus gebaut wurde, weiß, wo er zuerst hinschauen muss.

Was eine Begutachtung kostet, steht im Ratgeber: Was kostet ein Bausachverständiger? Der Stundensatz liegt zwischen 90 und 180 Euro, die Gesamtkosten beginnen bei 750 Euro und richten sich nach Objekt und Umfang.

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